BLOWER - DOORS Luftdichtheitsmessungen

wird seit etwas mehr als 15 Jahren zur Überprüfung der Luftdichtheit einer Gebäudehülle eingesetzt. Dabei besteht das Messsystem BLOWER - DOOR aus:
  • Gebläse,
  • Einbaurahmen,
  • Differenzdruckmessgerät,
  • sowie einem Volumenstrommessgerät.

Mit Hilfe des Einbaurahmens wird das Gebläse in einer Gebäudeöffnung befestigt und gleichzeitig wird diese luftdicht verschlossen. Der Ventilator erzeugt eine Druckdifferenz über der Gebäudehülle, die durch das Differenzdruckmessgerät erfasst wird. Der dabei geförderte Volumenstrom zur Aufrechterhaltung der Druckdifferenz wird mittels der Volumenstrom-Messeinrichtung bestimmt. Als Bewertungsmaß der Luftdichtheit wird im allgemeinen der n>50-Wert angegeben. Dazu wird der Volumenstrom bei 50 Pa Druckdifferenz durch das Luftvolumen des Gebäudes dividiert

                                 Die BLOWER-DOORS Technik

Zur Blower-Door Ausrüstung gehört ein Gebläse, das mit Hilfe eines verstellbaren Rahmens und eines Nylontuchs luftdicht in den Rahmen einer Außentüre eingebaut werden kann. Über eine Drehzahlregelung für das Gebläse und verschiedene Meßblenden kann der vom Gebläse geförderte Volumenstrom in einem weiten Bereich der jeweiligen Gebäudegröße und -dichtigkeit angepaßt werden. Die Meßausrüstung enthält weiterhin ein Manometer, das die Druckdifferenz zwischen dem Gebäudeinneren und der Umgebung mißt, sowie eine Einrichtung zur Bestimmung des Volumenstroms, der vom Gebläse gefördert   wird. Die Untersuchung eines Gebäudes mit der Blower-Door verfolgt zwei Ziele:                              

        1. Bestimmung der Luftwechselzahl n50.Dazu wird zunächst der Volumenstrom bestimmt, der für die Aufrechterhaltung von 50 Pa Differenzdruck erforderlich ist. Dividiert man diesen Wert durch das Luftvolumen des untersuchten Gebäudes, so erhält man den n50-Wert. 
Er wird international für die Bewertung der Luftdichtigkeit verwendet. Ein n50-Wert von 3 pro Stunde (in Zeichen 3/h) bedeutet z.B., daß bei 50 Pa Differenzdruck das Luftvolumen des Gebäudes dreimal pro Stunde ausgetauscht wird.

       2. Ortung der noch vorhandenen Leckagen.Hierzu wird mit dem Gebläse im Gebäude ein Unterdruck von etwa 50 Pa eingestellt. Bei dieser Druckdifferenz lassen sich an Undichtigkeiten deutliche Luftströmungen nachweisen. 
Der Nachweis einer Luftströmung erfolgt durch Messung der Strömungsgeschwindigkeit mit einem Thermo-Anemometer
Da die Luftbewegung mit der Hand deutlich gefühlt werden kann, können bei einer schnellen Lecksuche Undichtigkeiten auch ertastet werden. In gesonderten Fällen kann der Einsatz eines Nebelgenerators oder einer Infrarot-Kamera erforderlich sein.

                                   

                       Feuchteschäden durch Konvektion vermeiden

                          

                          Annahmen: Druckdifferenz 2 Pa zwischen innen und außen,
                          diffusionsäquivalente Luftschichtdicke der Dachhaut sd=10m
                       (Quelle: ebök, Tübingen)

 

Zugluft ade durch Blower - Doors Luftdichtheitsmessungen